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Methoden (I)

RT-UML

Die UML sowie ihre Echtzeiterweiterungen bieten ein umfangreiches Instrumentarium zur objekt-orientierten Modellierung von Systemen.

Entsprechende Entwicklungswerkzeuge - CASE oder besser SPE - generieren aus der Modellbeschreibung Kode für diverse Zielplattformen. Unterschiedliche Werkzeuge setzen dabei auf verschiedene Strategien, die sich hinsichtlich erreichbarer Kodeeffizienz und -wartbarkeit u.a.m. unterscheiden.

Die meisten Erweiterungen für die Modellierung von Echtzeitverhalten basieren auf der Anwendung von hierarchischen, parallelen Zustandsmaschinen. D.h., daß für die Beschreibung von kontinuierlichen (zyklischen) Prozessen zusätzlicher Aufwand erforderlich ist.

Die Anwendung der UML verlangt eine zielgerichtete Einarbeitung, die sowohl die Auswahl als auch die richtige Benutzung der sehr zahlreichen Notationsformen umfassen muß. Vorteilhaft ist dabei externe Beratung.

Außerdem führt die Anwendung der UML nicht zwangsläufig zu steigender Wiederverwendung. Der einer allgemeingültigen Beschreibungsform zugrundeliegende Top-Down-Ansatz führt eher zu einer entgegengesetzten Orientierung, die nur mit entsprechenden Anstrengungen überwunden werden kann. Hilfreich sind dabei besonders Entwurfsmuster und Frameworks.

Entwurfsmuster

Die Anwendung von Entwurfsmustern wird seit Mitte der 90er Jahre zunehmend empfohlen. Entwurfsmuster repräsentieren Wissen über erfolgreiche Problemlösungen in abstrakter Form. D.h., daß Entwurfsmuster wiederverwendbare Lösungen in definierter Form beschreiben. Sie sind damit ein Meilenstein auf dem Weg zu steigender Wiederverwendung.

Da Entwurfsmuster jedoch keine Softwarekomponenten sind, bleibt die Wiederverwendung abstrakt. D.h., Produktivitäts- und Qualitätsgewinne werden nur bedingt erreicht. Einen Ausweg aus dieser Situation bieten Frameworks.